
Ein Beispiel für Team Building mit Töpfern
- Dream Pottery Cafe
- 12. Aug.
- 5 Min. Lesezeit
Ein Beispiel für Team Building mit Töpfern beginnt nicht mit der Frage, wer das schönste Gefäß formt. Es beginnt mit einem Tisch, an dem Kolleginnen und Kollegen ihre Bildschirme gegen Ton eintauschen, mit den Händen arbeiten und einander außerhalb ihrer üblichen Rollen begegnen. Gerade für Teams, die überwiegend remote oder hybrid arbeiten, schafft dieses gemeinsame Erlebnis etwas Seltenes: konzentrierte Zeit ohne Präsentationsdruck und ein Ergebnis, das im Alltag weiterlebt.
Warum Töpfern als Teamevent funktioniert
Viele klassische Teambuilding-Formate setzen auf Tempo, Wettbewerb oder sportliche Leistung. Das kann für manche Gruppen passend sein, schließt aber auch Menschen aus, die sich in einer lauten oder stark leistungsorientierten Situation nicht wohlfühlen. Töpfern funktioniert anders. Die Tätigkeit ist ruhig, zugänglich und zugleich so offen, dass jede Person eigene Ideen einbringen kann.
Ton fordert Aufmerksamkeit, aber keine Vorerfahrung. Beim Formen eines Bechers, einer kleinen Schale oder eines Tellers entstehen automatisch Gespräche: über Ideen, missglückte Ansätze, überraschende Lösungen und den eigenen Geschmack. Wer sonst Meetings moderiert, muss hier nicht führen. Wer im Arbeitsalltag eher zurückhaltend ist, kann über Farbe, Form und Material sichtbar werden.
Der Wert liegt daher nicht nur im fertigen Stück. Teams erleben, dass Unterschiede produktiv sein können. Eine gerade gezogene Kante, ein bewusst unregelmäßiger Rand oder eine kräftige Glasur sind keine richtigen oder falschen Antworten. Sie sind Entscheidungen. Diese Art von Austausch stärkt Vertrauen, ohne künstlich erzwungen zu wirken.
Beispiel für Team Building mit Töpfern: Ein Ablauf
Für ein Team von etwa 12 bis 20 Personen eignet sich ein Format von zweieinhalb bis drei Stunden. Das gibt genug Zeit zum Ankommen, Ausprobieren und Gestalten, ohne dass der kreative Teil zwischen zwei Terminen gequetscht wird. Besonders gut funktioniert ein Termin am späten Nachmittag, kombiniert mit Kaffee, kleinen Speisen oder einem entspannten Ausklang im Café.
1. Ankommen und den Rahmen setzen
Die ersten 15 bis 20 Minuten entscheiden, ob sich die Gruppe frei ausprobieren kann. Eine gute Begrüßung erklärt deshalb nicht nur den Ablauf, sondern nimmt auch Druck heraus: Niemand muss künstlerisch sein, niemand muss mit sauberen Händen nach Hause gehen, und kleine Unebenheiten gehören zum handwerklichen Prozess.
Danach hilft eine kurze Einstiegsfrage, die nicht nach Business-Workshop klingt. Zum Beispiel: Welchen Gegenstand benutzt du jeden Tag und warum? Die Antworten führen schnell zu Geschichten über Morgenroutinen, Familienessen oder den ersten Kaffee im Homeoffice. Damit wird klar, warum Gebrauchskeramik mehr ist als Dekoration.
2. Gemeinsam ein alltagstaugliches Objekt gestalten
Statt ein völlig offenes Projekt vorzugeben, ist eine gemeinsame Kategorie sinnvoll: etwa ein Becher, eine Snack-Schale oder ein kleiner Teller. Innerhalb dieses Rahmens bleibt viel Raum für Persönlichkeit. Einige wählen klare, reduzierte Formen; andere arbeiten mit Stempeln, Schriftzügen oder organischen Strukturen.
Für ein Firmenevent sollte das Objekt tatsächlich nutzbar sein. Ein Becher mit gut greifbarem Henkel oder ein Teller mit leicht erhöhtem Rand vermittelt nebenbei eine wichtige handwerkliche Erkenntnis: Schönes Design muss sich im Alltag bewähren. Bei fachgerechter Verarbeitung und Glasur kann daraus ein Stück werden, das für Essen und Getränke gedacht ist und nach dem Brand spülmaschinen- sowie mikrowellengeeignet sein kann.
Die betreuende Person zeigt die wesentlichen Techniken in kleinen Schritten: Ton vorbereiten, Wände gleichmäßig formen, Verbindungen anrauen und sorgfältig zusammensetzen. Danach arbeitet das Team überwiegend selbstständig. Genau hier entsteht der Austausch, der sich nicht planen lässt. Eine Person hält eine Schale, während die andere einen Henkel ansetzt. Jemand fragt nach einer Technik. Jemand anderes hilft, ohne die Gestaltung zu übernehmen.
3. Glasuren als gemeinsamer Entscheidungsraum
Nach dem Formen folgt die Auswahl der Glasur. Dieser Teil wirkt zunächst dekorativ, ist aber auch eine Frage von Material und Nutzung. Für Keramik, die später mit Lebensmitteln in Berührung kommt, sollten ausschließlich lebensmittelechte, bleifreie Glasuren verwendet werden. Eine professionelle Werkstatt erklärt, welche Oberflächen für den täglichen Gebrauch geeignet sind und warum sorgfältige Brandtemperaturen entscheidend sind.
Für das Team kann die Glasurwahl spielerisch bleiben. Eine gemeinsame Farbpalette schafft Verbindung, ohne Uniformität zu verlangen. Vielleicht wählt die Gruppe zwei bis drei Farben, die zur Marke, zur Jahreszeit oder einfach zur Stimmung des Tages passen. Jede Person setzt diese Farben dann anders ein. So entsteht eine Kollektion, die zusammengehört, aber nicht gleich aussieht.
4. Abschluss ohne künstliche Reflexionsrunde
Am Ende lohnt sich ein kurzer Rundgang entlang der noch ungebrannten Arbeiten. Jede Person kann, muss aber nicht, einen Gedanken zum eigenen Stück teilen: Was war schwieriger als erwartet? Was hat überrascht? Welches Objekt wird später zu Hause oder am Arbeitsplatz einen Platz bekommen?
Das ist keine Leistungsschau. Es ist ein Moment, in dem sichtbar wird, was gemeinsam entstanden ist. Nach dem Trocknen, Glasieren und Brennen werden die Werke abgeholt oder an die Teilnehmenden versandt. Dieser zeitliche Abstand ist ein Vorteil: Das Event endet nicht an der Tür des Studios. Wochen später erinnert ein eigener Becher auf dem Schreibtisch oder ein Teller in der Küche an die gemeinsame Zeit.
Was ein hochwertiges Töpfer-Teamevent braucht
Ein gutes Erlebnis hängt weniger von einem perfekten Ergebnis ab als von einer verlässlichen Organisation. Der Raum sollte ausreichend Arbeitsfläche bieten, gut betreut sein und Materialien bereitstellen, die angenehm zu verarbeiten sind. Lokaler Ton kann Transportwege reduzieren und unterstützt eine nachvollziehbarere Materialauswahl. Ebenso relevant sind sichere Glasuren und ein klar kommunizierter Brennprozess.
Auch die Gruppengröße verdient Aufmerksamkeit. Bei sehr kleinen Teams kann freies Gestalten gut funktionieren. Bei größeren Gruppen braucht es klare Projektoptionen, genügend Werkzeuge und Betreuung, damit niemand lange warten muss. Ab etwa 20 Personen kann es sinnvoll sein, in zwei Zeitfenstern zu arbeiten oder zusätzliche Anleitende einzuplanen.
Unternehmen sollten zudem die Logistik vorab klären: Wann sind die Stücke abholbereit? Ist ein Versand innerhalb der USA möglich? Wie werden Namen den Arbeiten zugeordnet? Und was passiert, wenn ein Stück beim Trocknen reißt? Keramik bleibt Handwerk. Kleine Verluste oder Veränderungen beim Brand sind möglich. Eine offene Kommunikation darüber ist kein Makel, sondern Teil eines glaubwürdigen Qualitätsanspruchs.
Für welche Teams das Format besonders passend ist
Töpfern ist ideal für Onboarding-Gruppen, die jenseits von Video-Calls Verbindung aufbauen möchten. Es eignet sich ebenso für kreative Abteilungen, Führungsteams nach einer intensiven Projektphase oder gemischte Gruppen, in denen nicht alle dieselben Interessen teilen. Weil keine sportliche Leistung und keine fachliche Vorbereitung nötig sind, ist die Einstiegshürde niedrig.
Weniger passend ist ein Töpferworkshop, wenn ein Unternehmen ausschließlich ein kurzes, hochenergetisches Programm mit messbaren Wettbewerbsergebnissen sucht. Auch Teams mit sehr engem Zeitfenster sollten nicht versuchen, das Erlebnis auf 45 Minuten zu komprimieren. Ton braucht Ruhe. Wer diese Zeit einplant, bekommt dafür eine Aktivität, die nicht nach Pflichttermin aussieht.
Bei Dream Pottery Cafe kann ein solcher Workshop mit einem Café-Moment verbunden werden. Das macht aus einer einzelnen Aktivität einen bewussten gemeinsamen Nachmittag: erst gestalten, dann bei Getränken und Essen weiterreden, während die Hände langsam wieder sauber werden.
Der bleibende Teil des Erlebnisses
Ein Teamevent muss nicht laut sein, um Wirkung zu zeigen. Manchmal reicht es, gemeinsam etwas herzustellen, das weder in einem Projektboard verschwindet noch nach wenigen Tagen vergessen ist. Ein handgemachter Becher erinnert an die Kollegin, die beim Ansetzen des Henkels geholfen hat. Eine kleine Schale erinnert an ein Gespräch, für das im normalen Arbeitsrhythmus kein Platz gewesen wäre.
Wenn ein Team seinen nächsten gemeinsamen Termin plant, darf die Frage deshalb ruhig lauten: Was wollen wir zusammen erleben, das auch nach dem Kalendertermin noch Bestand hat?




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